Da es momentan ja leider sehr still um den WSV ist, will ich ihn aus dem Schnee erheben. Bei den ganzen Spielausfällen erinner ich mich gerne an alte Spiele zurück.
Eins, das ich nie vergessen werde, ist Jena auswärts im Dezember 2005. Mein erstes Auswärtsspiel im Osten. Lang wurde geplant, viele wollten mit, kamen dann doch nicht mit und so ging es einige Wochen hin und her. Am Ende standen Liszka, Ich, Jay und Björn die Mülltonne.
Wir 4 hatten echt Schiss, dass das Spiel ausfällt, da es nicht aufgehört hat zu schneien! Ich meine man hat doch Schiss, wenn man Teenager ist, so ist das nunmal. Jedoch trafen Liszka und ich uns um kurz vor 4 vor unserem Haus, holten den Kasten Bier aus dem Gebüsch und dann mit kurzem Abseiler von Liszka, der den Schnee küssen wollte, zum Bus. Pünktlich kam der auch, ansonsten wären wir Roller gefahren, man, man, woran ich mich so erinner. Aufjedenfall stieg Jay irgendwann zu und unten stand schon B-ayer-jörn. Ein 50er samt Ernie und Itti, von den bis dahin noch nicht existierenden Ronsborough Boys, die heutzutage auch Liszka, Jay und Ich sind, fuhr gegen 5 Uhr Richtung Ostblock. Wir trafen noch 2 Naziaffen, die auch vor hatten nach Jena zu fahren, leider. Die Fahrt führte über Hagen, Kassel, Leinenfelde und Erfurt bis nach Jena. Leinenfelde war echt mies. In den Folgejahren noch mieser. Irgendwann waren wir in Jena, naja mehr oder weniger. Die 20-25 Zugfahrer wankten Richtung Stadion. Freikarten gab es auch und die Busbesatzung war auch da. Also ab ins Stadion. Jena damals noch auf der Gegengrade vertreten und sicherlich nicht so gut wie heute. Wuppertal, also wir, glaube ich aufjedenfall, naja aufjedenfall ohne Schwenker, weil verboten. Stimmung aufjedenfall abundzu und dann auch gut laut. Auf der Tribüne saß aufjedenfall auch jemand mit Screammaske, der da auch irgendwie gut hinpasste. Nach dem Sieg und dem Tor von Tavarez gab es Pöbeleien über Pöbelein, bis Jena irgendwann erst von der Haupttribüne und dann von der Gegengrade stürmte. Achja die Antifaschisten machten Affenlaute, auch wenn es vielleicht nicht die Horda war, ich stelle es mal so in den Raum. Jena versuchte aufjedenfall den Block zu stürmen, was man zu verteidigen wusste, jedoch gingen 2 Kuttenfahnen verloren, die irgendwann wiederkehrten. Dann mit 20 Mann + Bullenbegleitung und 50 folgeneden Jenensern zum Hbf, dort eben Döner geholt und ab in den Zug. Man fühlte sich sicher, aber nein. 4-5 „Althools“ forderten zum Tanz und zogen am Ende 2 Rot-Blaue Schals – meinen nicht, haha! Seitdem ist es mehreren wohl auch recht egal, wem man begegnet. Schlimmer als es da war kann es nicht werden. Nunja irgendwann sprangen auch die raus und nächster Halt war Leinenfelde – jawohl! Eindecken oder in die Tasche stecken und ab Richtung Westen. Menge Spaß im Zug, zu viel Alkohol für das Alter und einige Crackhuren, die man in dem Alter auch nicht hätte sehen sollen. Aber geil!


